Im 20. Jahrhundert war man der Meinung, dass sich die Auflösung eines mit fokussiertem Licht arbeitenden Lichtmikroskops nicht fundamental über die von Ernst Abbe formulierte Beugungsgrenze hinaus steigern ließe. Ich zeige– nicht zuletzt auch anhand meiner Autobiographie- auf, wie sich diese Grenze von ca. einer halben Lichtwellenlänge (200 nm) im Fluoreszenzmikroskop radikal überwinden ließ. Neueste Entwicklungen, wie die MINFLUX und MINSTED-Mikroskopie erreichen sogar Auflösungen von 1-3 nm, was etwa der Größe der Fluoreszenzmoleküle selbst entspricht. Die ca. 100 mal bessere Auflösung und die damit messbare Moleküldynamik eröffnet für die Lichtmikroskopie vollkommen neue Anwendungsfelder in den Lebenswissenschaften.
Veranstaltungsort
Begegnungszentrum der XLAB Stiftung, Stumpfe Eiche 20
Seminarraum A
Veranstalter
XLAB Stiftung
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