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17.05.2026
11:30
17.05.2026
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Naturräume der Einsamkeit
Auditorium
Naturräume der Einsamkeit
Was bedeutet es, allein zu sein? Die Ausstellung lädt dazu ein, historischen Vorstellungen von Einsamkeit nachzuspüren. Anhand von rund 25 ausgewählten Druckgraphiken aus der Kunstsammlung der Universität Göttingen – darunter Werke bedeutender Künstler wie Albrecht Dürer, Hendrick Goltzius und Jan Sadeler – richtet sie den Blick auf das Motiv des eremitischen Rückzugs in der christlichen Text- und Bildtradition. Wüstenväter und Heilige wie Johannes der Täufer, Maria Magdalena oder Hieronymus verließen der Überlieferung zufolge bewusst die Gemeinschaft, um in der Abgeschiedenheit der Natur ein asketisches Leben zu führen. Diese Naturräume sind dabei weit mehr als bloße Hintergründe. Sie werden zu existenziellen Erfahrungsräumen, in denen sich Vorstellungen von Weltabkehr, Askese und spiritueller Suche verdichten. Landschaft und religiöse Erfahrung sind hier eng miteinander verwoben. Viele der dargestellten Eremiten lebten ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum. Die Bilder übersetzen diese fernen Landschaften in mitteleuropäische Vorstellungswelten und machen die Wüste zum Wald, zur vertrauten Umgebung. Die Ausstellung folgt diesen „Naturräumen der Einsamkeit“: von der Stadt über den Wald und felsige Wüstenlandschaften bis hin zur Insel.
Location
Auditorium, Weender Landstraße 2
Kunstsammlung
Organiser
Kunstsammlung
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Speaker
Dr. Isabella Augart
Keywords
Arts
Forum Wissen
Sammlung
Kustodie
Museum
Garten und Kulturis
Kunst
Event Type
Guided Tour
Language
German
Category
Campus Life
Contact
Auditorium, Weender Landstraße 2, 37073 Göttingen
kunsts@gwdg.de
0551/ 39-25092, -25093, -25098
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